Über das Akrox

Aktuelle Ausgabe
Akrox #6 - Januar 2011

(und seine politisch untragbaren Ziele) (und wie man es vermeiden kann)

Seit 2003 vergrault das Akrox-Fanzine junge und alte Menschen, die sich endlich mal aufgerafft haben, Lesen zu lernen. Gleichzeitig arbeitet diese Schmierblatt besessen an der großen Revolution des Punkrocks (wie immer zu spät…) und an der Vernichtung jeglicher Ernsthaftigkeit und des Humors als solchen. Diese Wörte wird es schon bald nicht mehr geben. Dann heißt es nur noch “Na, seit doch mal Akrox” oder “du verstehst einfach überhaupt keinen Akrox”.

Leider ist die Belegschaft dieser internationalen Unorganisation strunzfaul, weswegen ein Erfolg oben genannter Pläne erst Ende 2012 zu erwarten ist. Frühstens!

Top Aktuell:
akr Konzertkalender

So. Nun könnt ihr eure Termine und Konzerte und was der Teufel noch alles in unseren schönen Konzertkalender eintragen. Aber bitte schön: Nur Konzerte für Hamburg, Lüneburg und drummrumm (oder zumindest erreichbar in weniger als ner Stunde von vorgenannten Orten – Flugzeug zählt nicht als Transportmittel). Alles andere werd ich löschen und wenn es das Letzte ist, was ich tue!

So, und nun viel Spass damit.

15. März 2012    Von Akrox Fanzine
Fast Aktuell:
akr Neue Seite – Alte Scheisse

So! Zur Feier des Tages (neue Seite und so) hab ich nochmal die finsteren Archive des Akrox durchforstet und so manch kuriose Entdeckung gemacht. So kann die geneigte Leserschaft nun so manchen, teils unveröffenlichten (nach dem Lesen wisst ihr auch wieso…Ohja), Artikel und Bericht auf dieser Website finden. Wer’s mag zumindest.

Ein Konzert-Termin-Kalender-zum-selbst-eintragen wird in Kürze folgen und wehe da werden nicht ordentliche Konzerte selbst eingetragen! Ich hab kein Bock mehr immer die Hälfte zu verpassen nur weil manch einer meint es reicht doch völlig 44 Flyer zu kopieren und die auf dem Rathausmarkt vom Rathaus zu schmeißen! Und dann wundern warum da kein Arsch antanzt um zu tanzen und man auf den Kosten für’s Spritgeld hängen bleibt. Tzz. Manchmal fragt man sich echt…

26. Januar 2012    Von Akrox Fanzine
be Beer Edge

Anfang der 80er Jahre fand Straight Edge in den USA immer mehr Anhänger. Auch mehr und mehr Bands sprangen auf diesen rasenden Mode-Express. Als dann Bands wie Minor Threat und 7 Seconds nach und nach in den amerikanischen Verkaufscharts die Top10 erreichten und atheistische Kloster immer mehr Kinder und Jugendliche in ihre Klauen bekamen, wurde einigen Menschen langsam bewusst, dass diese so genannte „Subkultur“ völlig aus dem Ruder gelaufen war. Unter Ian MacKaye, dem Sänger von Minor Threat entstand eine fast schon kriminelle Organisation die das Dogma des Straight Edge erbarmungslos und teils mit roher Gewalt durch zu setzen versuchte. Regierungen und Großkonzerne wurden unterlaufen und deren Leitungen nach und nach von Marionetten MacKayes ersetzt. Neue Gesetze wurden aus dem Boden gestampft, die berüchtigtsten unter ihnen das das Bierverbot vor Vier und die Illegalisierung von körperlicher Nähe.

Die Band Bully Pumpkin traf 1986 es mit ihrem Song „Beer Edge“ auf den Punkt:

 I’m not allowed to drink cause of you,

But I know exactly what to do

Fillin Beer right through my head

Drinkin’ till all of you’re dead

Zunächst löste es keine großartige Reaktion aus und die Band geriet schon einige Tage später wieder völlig in Vergessenheit. Bis 1989 hatten die Straight Edger die Kontrolle über einen Großteil der Musikindustrie übernommen. Die Radiosender spielten ausschließlich Bands die dem Dogma zugeschworen waren, viele andersdenkenden Künstler trieb es ins Exil oder in den Selbstmord. Die Welle breitete sich zunächst über den Amerikanischen Kontinent, dann auch über Europa und Asien aus. In England wurde die Ausschenksperre aufgelöst, jedoch Alkohol völlig verboten. Erste Demonstration unzufriedener Kneipengänger mit teils verheerenden Straßenschlachten wurden ebenso niedergeknüppelt wie FKK Treffen.

Straight Edge war 1995 am Zenit seiner Macht angelangt. Aber es bröckelte bereits. Aus dem Untergrund tauchten mehr und mehr CD-Rs auf mit verloren geglaubten Demo-Aufnahmen von Bully Pumpkin, aber auch neueren Bands wie den Youth of Tonight, Spaniens Yo bebo cerveza oder der deutschen Band Beernot. Eine neue Gegenkultur war kurz vor dem Aufbruch.

1997 konnten die Machthaber dieses nicht mehr länger ignorieren und gaben völlig unerwartet auf. Alle geschichtlichen Hinweise über die vergangenen 10 Jahre wurden vernichtet und der Straight Edge verschwand wieder im Untergrund. In einem Interview verhaspelte sich Ian MacKaye aber in einem seiner legendären Wutanfälle und schrie den Reporter an er solle sich „…für die Zukunft aber noch mal ganz warm anziehen, Bürschchen“. War es doch noch nicht das Ende?

Bis 2002 blieb jedoch alles Ruhig, was der Beer Edge Szene Zeit gab sich auszubreiten. Gleichzeitig stieg aber auch die Anzahl der Todesfällen, die mit Alkohol (am Steuer) zusammen hing. Teilweise fielen diesen Unfällen sogar komplette Bands auf Tourneen zum Opfer. Die Bekanntesten unter ihnen waren sicherlich Youth of Tonight, Spaniens Yo bebo cerveza oder der deutschen Band Beernot. Ein weiterer berühmter Fall war Piggi Pumpkin, dem ehemaligen Gitaristen von Bulli Pumpkin, der nach übermäßigen Alkoholkonsum, über sein Meerschwein stolperte, dabei aus dem Fenster seines New Yorker Appartement (siebter Stock) fiel und auf den dort zufällig vorbei gehenden Ian MacKaye fiel. Beide waren sofort tot. Ironie des Schicksals. Die Geschichte wurde mehrfach verfilmt und Jessica Alba gewann 2009 einen Oskar für Ihre Rolle als Ian MacKaye.

Nach dem Tod ihres Anführers (oder wie die Straight Edger es nennen: „Häuptling“), bröckelte die Szene an allen Ecken. Immer mehr Splittergruppen bildeten sich, die eine nach der anderen schließlich völlig verschwanden.

Auch die wenigen Überlebenden der Beer Edger schienen mit dem Wegfall ihrer größten Feinde alle Ambitionen verloren  zu haben. Heute gibt es nur noch wenige Bands, die sich mit Beer Edge solidarisieren und überhaupt nur noch eine, die es in seiner Ursprünglichen Form aufrecht erhält. Diese Band heißt Die Bier-Tenöre.

24. Januar 2012    Von ElMicha
Fast im Archiv: