Ausgaben

#1 im schönen Sommer 2003 (damals waren Sommer ja noch schön und Winter nicht, so wie sich das gehört (wenn ich mich recht erinnere, hab sehr viel mit Prittstiften gearbeitet in der Zeit)) enstand das erste Akrox Fanzine. Eigentlich war es vom Prinzip her, ein direkter Nachfolger der inoffiziellen, direkt zensiert- und verbotenen, Schülerzeitung namens Muckefuck von 1999. Ein paar schlechte Comics, belanglose Zeitungsschnipsel (die im Kontext des Zines aber plötzlich einen Sinn ergaben) und kurze, pregnante Berichte (also, sehr kurze). Es war schnell klar, dass es hier mehr um den Spass am Machen selbst ging, als um den Anspruch ein informatives und bildschönes Magazin herauszubringen.
Für einiges Aufsehen sorgte vor allem die Bravo-Dr-Sommer Parodie „Dr. B. Knackt“, welche eher die Freunde des herberen Ekel-Humors ansprach, alle anderen aber nicht. Die Kirche schlug Alarm und die Bundesprüfstelle für jugengefährdene Schriften hätte sicher auch was dazu gesagt, hätten sie was davon mitbekommen. Nun ist es zu spät. Alle Ausgaben sind weg. Für weitere Recherchen kann man aber hier noch einmal eine Kopie als PDF studieren: Ausgabe Nummer 1

#2 Selbes Jahr, nur drei Monate später erschien die zweite Ausgabe. Layout-technisch kaum/weit besser als die erste Ausgabe, konnte man doch wenigstens die meisten Texte lesen. Das hatte natürlich einen gravierenden Nachteil: Die Leute sahen auf einmal was für einen Scheiss wir da verzapften. Wiedermal sorgte Dr. B. Knackt für sowohl großes Lob als auch Androhungen köperlicher Gewalt. Zum Glück startete Nolde diese Runde mit seiner Cocktail-Reihe „Noldes Drinks“, was die Gemüter schnell wieder beruhigte. Bierseelige Stimmung kam außerdem bei dem großen Beerbong-Report auf, welcher vor Allem durch würzige Kürze und aussagekräftige Bebilderung bestach. Zwei Seiten Konzerttermine rundeten die Sache schließlich ab. Genaueres kann man erfahren in dem man auf folgenden Link klickert: Ausgabe Nummer 2

#3 Man sollte ja meinen die Leute hätten im Sommer besseres zu tun, als in dunklen Räumen zu hocken und Fanzine-Seiten zu basteln. Nö, offenbar nicht. Außerdem gab es diese Ausgabe eine Beilage: Den Akrox-Sampler Nummero 1 (bisher auch der letzte). Viele Bands aus Hamburg und Umkreis waren hier vertreten und noch mehr waren es nicht (weil die Songs erst nach der Veröffentlichung beim Akrox eintrafen). Dafür wurde Dr. B. Knackt ersatzlos gestrichen. Bis heute sind die Umstände dazu ein Rätzel. El Micha erzählt wie seine Karriere als Konzert-Security begann/endete. Da trieft der Hass. Ansonsten wiedermal viel belangloses Zeug, z.B. ein Google-Übersetztes Interview mit Guitar Wolf, was beim ersten Lesen vieleicht ganz witzig erschien, im Laufe der Jahre aber Auslöser körperlicher Pein werden sollte. Auch der beste Artikel des Heftes ist geklaut, nämlich ein witziger Konzertbericht des Rawsite/FuzzBeer Gigs im finsteren Osten (Waldkirchen). Zum ersten Mal ist auch die Review-Ecke länger als eine Seite/wenige Sätze – Wen’s interessiert: Ausgabe Nummer 3

#4 Die bis dahin und mit Abstand beste Ausgabe besticht durch die düstere Aufmachung die dem Copyshop-Besitzer direkt Tränen in die Augen trieb. Die selben Tränen wurden auch über die verbrannte Promo-CD vergossen, welche nach einem fiesen Anschlag auf den Salzhäuser Briefkasten direkt retour kam. Eine geheimnisvolle Unbekannte ziert das Coverbild, wird aber bald darauf von einem Leser erkannt, was zu einigen Ungemach führt. Nie wieder Google-Bildersuche für das Cover! Micha killt sein Virtuelles Haustier und macht das erste Interview für das Akrox. Man merkt: Hier wird nicht gekleckert, weswegen direkt die chinesischen NoNames befragt werden. Mittlerweile ist die Band auch öffters in Deutschland anzustreffen. Ob es an dem Interview lag? Man weiß es nicht. Auch wurden das Groezrock in Belgien und Wizo auf ihrer Abschiedstour besucht. Nilz bzw. Micha berichteten. Achso: Force Attack war ja auch noch. xOllix gibt seinen Einstand mit einem Agnostic Front Bericht und wird direkt ins Team geholt. Hier funktioniert die Integrationspolitik noch völlig unbürokratisch. Nach massenhaft Reviews gibt es noch ne Anleitung zum Bombenbau. Fertig ist der Lachs, wie man sieht: Ausgabe Nummer 4

#5 Die anmutige Schönheit der vierten Ausgabe kann leider nicht gehalten werden, dafür ist quantitativ etwas ausgebaut worden. Beherrschende Themen sind diese Ausgabe vor allem die Folgen eines Atomkrieges, welchen es zu vermeiden gilt und ein ausführliches Interview mit der Band Anti-Control. Olli ist mit Berichten von Deadline und The Now-Dential Berichten um einiges presenter als im vorherigen Akrox. Traumdeutung, ein ganz neues Thema im Punkrock wird von Nilz integriert, der sich aber ansonsten, genau wie Rob und Nolde eher rar machen diese Ausgabe. Zumindest findet er als Coverboy die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Neu ist auch die nun beidseitige Kooperation mit Punk-Island.de. Waren zuvor immer nur die Artikel vom Akrox auf der Seite zu finden, ist es nun auch andersrum. Macher Lars schreibt hier über einen Besuch im Ramones-Museum in Berlin und steuert einige Reviews zu dem eh schon großen Haufen bei. Weitere Themen sind ansonsten noch zum ersten Mal ein Spiel namens Fussball, sowie ein polizeilich unrelevanter Erlebnisbericht der Ereignisse beim „legendären“ (O-ToN: ZSK) Take Action Festival in Schneverdingen. Aber mehr dazu hier: Ausgabe Nummer 5

#5 1/2 Eigentlich eine gekürzte Vorab-Version der Nummer 6, welche eine Auflage von genau fünf hatte und nur bei Bendels Geburtstach zu erstehen war. Inhalt siehe Nummer 6. Achso: Das Coverbild war in dieser Ausgabe noch unzensiert ;]

#6 Nach fünf Jahren Pause/Schaffenszeit ist es kaum zu verwundern, dass einige der Artikel schon etwas Staub angesetzt haben. Ein Interview mit den grandiosen Neuen Katastrophen enstand so schon bald nach Erscheinen der letzten Ausgabe und auch das Cleansweep Interview hat die Band schon überlebt. Aber sind solche Artikel nicht auch schon irgendwie Zeitdokumente? Vielleicht nicht so sehr wie ein Bericht aus einem Amerikanischen Fanzine, welches Micha in Australien kaufte, dessen Herausgeber einen Kumpel hat, der 1984 mal in Europa unterwegs war und einen Bericht geschrieben hat, welches nun wiederveröffentlicht wurde und sodenn gleich in guter, alter Akrox-Manier direkt geklaut wurde. Oder so.Interessant ist es allemal. Auch Interessant ist das Interview mit Fotografen-Talent Christian Bendel, der übrigens auch das Cover schmückt (welches übrigens zensiert bzw. schattiert wurde, sollten doch die männlichen Leser nicht zu sehr in Versuchung geführt werden). Weitere Interviews werden geführt mit Mutabor, was das erste sehr gut vorbereitete Interview für das Akrox war und trotzdem völlig schief ging – also lieber wieder schön spontan, und ein etwas schizophrenes bis paranoides Gespräch zwischen El Micha und derm Herausgebers vom Akrox Fanzine. Eingeführt werden nun auch Buchbesprechungen im großen Stil, wobei der „Verschwende deine Jugend“-Artikel eher eine Richtigstellung der dort genannten Geschehnisse bildet. Zu sagen ist noch, dass die meisten Schreiber im Laufe der Jahre eigene Wege gegangen sind und deswegen das meiste aus Michas Hirn entsprang, außer einer Kurzgeschichte von Rob. Nun, lest selbst: Ausgabe Nummer 6

#7 Infos kommen noch. Bis dahin: Ausgabe Nummer 7

#8 Ist in Arbeit (Stand: 10/2015) und wird mit einem Osnabrück-Special aufwarten. Dazu gibt es natürlich auch den üblichen Quatschkram und anderes. Wenn du mitmachen willst, meld dich einfach: Kontakt

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