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Braindead + Narcolaptic + Alarmsignal

Braindead hatte ich das letzte Mal so gegen 2008 oder so gesehen. Reichlich Zeit also um ordentlich Vorfreude auf das heutige Konzert zu bekommen. Vorfreude nicht nur wegen dem Gig der Band, sondern auch, weil ich mir heute fest vorgenommen hatte das alte „neue“ Album „Weapons of the Weak“ zu erstehen, auf das ich schon seit dem Erscheinen derselben rattenscharf war.

Braindead + Narcolaptic + Alarmsignal
Braindead, Narcolaptic + Alarmsignal auf der Antikörper-Export Labeltour #1

Die Band selbst kenn ich nun schon seit mir Chris (Gitarre) etwa 2001 bei nem Voodoo Glow Skulls Konzi im Logo in Hamburg ne Demo-CDR von einer Band namens „Die Skaninchen“ in die Hand drückte. Der Sound war unterirdisch aber die Mucke traf genau meinen Geschmack. Schön schneller Ska-Punk mit (soweit man die erkennen konnte) politischen Texten. In den nächsten Jahren waren Skaninchen dann immer die Band, die wir anriefen wenn bei den Konzerten meiner damaligen Band FuzzBeer ne andere Band absagen musste. Die Skaninchen hatten irgendwie immer Zeit und mir war das nur recht, weil ich jedes Konzert in mich einzog. Irgendwann zwischendurch änderten die drei Jungs den Namen dann zu Braindead, auch Okay. Ich hörte derweil bei meiner Band auf und verlor unter anderem deswegen auch ein bisschen den Kontakt zu Braindead. Und so kam es das das letzte Konzert, was ich von ihnen sah, schon 4 Jahre her war. Eindeutig zu lange.

Von der CD/Platte hörte man ja in letzter Zeit öfters mal was in den gängigen Fanzines, meist nur Gutes. Braindead würden jetzt auch irgendwie Dub machen. Konnte ich jetzt nicht soviel mit anfangen, aber naja, erst mal abwarten, dachte ich mir. Mir war die Band eher für ihren ordentlich fixen Ska-Core bekannt. Was das nun mit Dub zu tun hat, war mir erst mal ein Rätsel. Aber so was steigert ja auch die Spannung und entsprechend erwartungsvoll ging es dann an einem kalten Novemberabend ins Hafenklang.

Nun will ich hier aber auch nicht nen langweiligen Konzertbericht hin kloppen, deswegen sach ich einfach mal schön kurz: Braindead ist immer noch genauso geil wie vor 4 Jahren. Ich muss aber sagen, dass die (gesanglosen) Dub-Tracks eher wie zwischen-Intros für die schnelleren Songs wirkten. Trotzdem super.

So beruhigt ging‘s dann zum Merch-Stand und Tresen, wo erst mal die CD/ein paar neue Bierchen ersteigert wurden. Dort verquatschte ich mich auch gleich erst mal mit den Verkäufern und einigen alten Bekannten und darum weiß ich auch nix über Narcolaptic und Alarmsignal zu berichten, scheinen aber beide aus netten Leuten zu bestehen, die gute Musik machen.

Zum Ende nochmal ne nette Situation die ich mitbekommen hab: Da war ich grade draußen im Schneeregen um bei frischer Luft noch eine zu schmöken, da hör ich wie sich da so zwei Typen unterhalten. Der eine ziemlich groß und genauso breit und der andere eher schmächtig. Ging wohl darum, der der Große den Kleinen im Moshpit geschubst hat, worauf der ihm dann die Brille klaute und dann gab’s ein Handgemenge. Naja, auf jeden Fall diskutierten sie das grade und ich erinnerte mich an so manche ähnliche Situationen bei anderen Veranstaltungen, wo nun auch schon mal ne Prügelei folgen würde, dachte auch „Oh, gleich geht’s los..“, aber in dem Moment entschuldigt sich der Große. Er wüsste das er manchmal übers Ziel hinausschießen würde. Der Kleine gibt nun auch zu es sei ja nun auch unfair gewesen die Brille zu entwenden. Am Ende gehen beide, sich gegenseitig und ein Bierchen im Arm zurück in Hafenklang. Später sah ich sie noch schmusend bei Alarmsignal. Für mich ist das der Grund, warum ich Punkrockkonzerte allen anderen Abends-Ausgeh-Beschäftigungen vorziehe. Einfach toll!

Übrigens: Diesen Beitrag gibt es der Ausgabe Nummer 7 auch op Platt!

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Veröffentlicht in Artikel Konzerte