The amazing FuzzBeer Story

Vor ein paar Jahren hatte ich mal die Idee eine Special Ausgabe zu meiner alten Band FuzzBeer zu machen. Das sollte so mit verschiedenen Leuten sein, die Interviewt werden und so „Please Kill Me“-Like alles Mögliche aufbröseln. Die Idee fanden viele Leute gut, hatten aber irgendwie keinen Bock mal auf Mails zu antworten, weswegen das Ganze schließlich in Vergessenheit geriet. Damit es die Band nicht tut geb ich hier noch mal ne Kurzstory zu FuzzBeer aus meiner Sicht, auch wenn man eigentlich die Geschichte von 10 Jahren Band mit ca. 200 Konzerten nicht einfach auf ein, zwei Seiten pressen kann.

FuzzBeer 2007
FuzzBeer 2007 (v.l.n.r Micha, Rob, Ben, Daniel)

FuzzBeer war für mich eine Möglichkeit meine Freunde zu sehen und mit ihnen mal rauszukommen, um zum Beispiel zu Festivals oder Konzerten zu fahren. Außerdem haben wir in der Zeit viele, viele Leute kennengelernt, die mittlerweile zu meinem Leben gehören und die ich ohne die Band wohl nie getroffen hätte. Ich wollte einfach Konzerte spielen und guten, fixen Punkrock machen. Die Band war für mich auch immer mehr als ein reines musikalisches Ding. Es war eine Möglichkeit meine Kreativität in allen möglichen Richtungen raus zulassen. Dazu gehörte zum Beispiel die Website, aber auch das Logomachen, das Gestalten und Basteln von CDs, Infoheften, Buttons, Streichholzschachteln, Shirts, Postern, Flyern usw. In der einen oder anderen Weise ist das Akrox auch ein Produkt von FuzzBeer. In „kommerzieller Hinsicht“ hab ich natürlich auch gehofft, dass man irgendwann mal zu dem Punkt kommen würde, an dem man z.B. den Proberaum nicht mehr bezahlen muss, oder vielleicht sogar für ne neue CD sparen konnte. Auf der anderen Seite hab ich aber nie damit gerechnet, dass FuzzBeer mal so etwas wie ein Beruf werden könnte, deswegen hab ich mich auch über Leute gefreut, die uns den Sprit bezahlen oder mal ne CD abkauften. Die Zeit mit der Band war, wenn auch nicht immer einfach, die wichtigste und schönste Zeit meines Lebens. Nun aber los:

„Hey, mein Vadder hat nen Bass zu Hause! Kann ich auch mitmachen?“. Mit diesem unbedachten Satz mischte ich mich im Spätsommer 98 in das aufgeregte Lagerfeuergespräch zwischen Rob und Simon ein, welche grade über die Gründung einer Band nachdachten. Und dadurch kam ich in eben diese Band. Eigentlich schon ein bisschen Punkrock-Klischee, das da zelebriert wurde. Ich selbst hatte ja auch noch nie einen Bass in der Hand gehabt, fand aber dass dieses Detail eher nebensächlich war. Später am Abend schnitt ich mir im Suff fast noch den linken Mittel-finger an einer zerbrochenen Fensterscheibe ab. Das Schicksal wollte mich dann aber zum Glück doch nicht so schnell aus der Band-nummer rauslassen, außerdem ist das ja ne ganz andere Geschichte.

Einige Wochen (oder Monate) später trafen wir uns dann nach der Schule zu unserer ersten Probe, wo mir Rob vier Akkorde auf dem Bass zeigte. Genügend für den Song Polly von Nirvana, den wir schon am nächsten Tag auf unserem ersten Auftritt vor ca. 200 Leuten bei einer Schulveranstaltung in Salzhausen vorführten. Der Name der Band war damals noch „Psycho Therapy“ (allerdings auch nur für den Abend – Zum Glück) und sie bestand zunächst aus Rob und Markrolf an der Gitarre und Mikro, Simon am Schlagzeug und mir am Bass). Der Bandname wurde zu FuzzBeer und wir nahmen unser erste Demo mit nem alten Fisher Price Tape-Rekorder bei meinen Eltern im Keller auf. Da war auch unser Proberaum, aber wir mussten schließlich raus, weil unsere Verstärker anfingen zu schimmeln. Meine Schwester hat da noch für jeden Song ne Ansagen gemacht und die Rückseite haben wir mit unseren Lieblings-Songs von anderen Bands bespielt. Bei unserem nächsten Konzert warfen wir die Tapes einfach in die Menge, wobei die meisten kaputt gingen. Obwohl wir gerne Punkrock machen wollten, kamen wir, dank unserer Fähigkeiten zunächst kaum über eine Mischung aus langsamen, ungewollt dreckigen StonerRock und Pseudo-Grunge hinaus. Obwohl das eigentlich doch Punk war, wenn auch eine recht seltsame Art. Zwischendurch spielte Nilz noch mit, hörte aber auch recht schnell wieder auf, genauso wie Markrolf.

Rob beschrieb die Zeit übrigens einmal so:

„Nachdem wir unser bescheidenes Equipment in Micha’s Heizungskeller befördert hatten, fingen wir zu proben an. Die Bedingungen waren wirklich nicht die Besten. Unser Mikroständer z.B. bestand aus alten Beckenständern mit reichlich Klebeband. Das Schlag-zeug war nicht mehr wert, als ein Plektrum und unsere Verstärker mussten wir nach jeder Probe raus bringen, weil sie wegen der Feuchtigkeit beim nächsten Mal nicht angesprungen wären. Trotz alledem hatten wir nach einigen Wochen 5 richtige Lieder. Wir nahmen kurzerhand ein Demo mit einem Fisherpricerecorder auf und verteilten diese an unsere Freunde als Vorgeschmack auf unseren Auftritt (Anm.: Bandabend im Winsener Gymnasium Anfang 1999). Unser damaliger Hit war ‘West of Backyard’ (ihr wisst schon, dass Lied mit dem eingängigen Refrain). Davon abgesehen, dass Micha’s Bassverstärker am Anfang der Show nicht anspringen wollte, verlief alles sehr gut. Mir (Robert) haben am Anfang so die Knie gezittert, dass ich nicht richtig stehen konnte und Markrolf traute sich nur mit Mütze und Sonnenbrille auf die Bühne. Unsere damalige Showeinlage bestand daraus, dass Simon sich auf seinen Hocker stellte und so tat, als könne sein Arsch reden…“

In der ersten Zeit spielten wir meist in der näheren Umgebung, vor allem Winsen, Salzhausen usw. Da wir alle noch keine Auto hatten und die Busverbindungen auf dem Dorf total für’n Arsch waren, wurde meist einfach der Bass geschultert, der Daumen gestreckt und losgetrampt. Sobald man dann (mit etwas Glück) am Ort des Geschehens ankam, gings erstmal zum Örtlichen Aldi wo ne Palette Karlsquell eingesackt wurde. In den Schulen wo wir zunächst spielten, gab es halt kein Bandbier. So ausgerüstet kamen wir meist bei den Gigs an.

Nach den ersten Konzerten schien erstmal die Luft wieder raus zu sein. Vor allem Simon meldete sich kaum noch wegen Proben. Rob fand dann in Odo aus Winsen (Luhe) einen neuen Schlagzeuger. Der spielte auch noch im Hardcore Bolschewiki Improvisations Kommando mit und war anscheinend schon mit Musikinstrumenten in der Hand geboren worden. Das spornte Rob und mich dann schon an und so verbesserte sich unsere Mucke von Tag zu Tag. Zwar war es immer noch eher Rock, aber manchmal kamen schon die ein oder anderen schnelleren Punksachen dabei raus. Wir starteten auch noch mal etwas mehr durch was Konzerte anging. Besonders in Erinnerung bleibt für mich der erste Gig im Logo in Hamburg, was für mich immer so ein Ziel gewesen war. Außerdem nahmen wir 2001 noch ne 4-Song-CD (More dangerous than Freebeer) in der Königsmoor Versuchsstation auf (das legendäre Fischsound HQ). Odo war aber dann doch zu sehr eingespannt mit seinen, mittlerweile, 20 Bands (?) und dem Studium, weswegen auch er das Weite suchte. Im Nachhinein sag ich: Zum Glück. Nur kurz darauf kam Gilbert zu uns, ein ordentlicher Metaltyp, mit wehenden Haaren und ner Double-Base. Und nun war FuzzBeer ne Hardcore Band. Endlich!

FuzzBeer im Anna & Arthur
FuzzBeer im Anna & Arthur

Die alten Songs die wir noch behielten verkürzten sich etwa um die Hälfte und neue Songs waren direkt noch schneller. Zwar war das meist ordentlicher Krach, aber es hat auf jedenfalls Spaß gemacht, vor und auf der Bühne. In der Zeit mit Gilbert machten wir wohl die meisten Gigs und nahmen 2003 das Album „We’ll take a break when we die“ auf (Übrigens wurden für alle CDs von mir persönlich auf, von Rob bedruckte Rohlinge gebrannt und die Cover kopiert und per Hand ausgeschnitten. Ich hoffe die Leute die eine der gut 200 CDs haben, wissen das zu schätzen). Bei den Aufnahmen beheimatete uns Lars in seinem selbst ausgebauten Studio in einer alten Scheune/Garage in der Versuchsstation Königsmoor. Die eine Wand bestand aus einem, mehr oder weniger abgedichteten Scheunentor. Da Königsmoor echt am Arsch der Welt liegt (irgendwo bei Scheßel/Tostedt) und das echt mal Dorf war, fuhr hier regelmäßig der Nachbar mit dem Trecker vorbei. Meist geschah das schön am Ende von nem ziemlich guten Take, was natürlich der Grund ist, das die besten Takes nicht auf der Platte sind (hüstel). Ich glaub, irgendwo auf einem der Songs ist auch ein Hahn beim krähen zu hören.
 

„Ihr klingt wie Motörhead auf Speed“

 
Unsere Gigs dauerten zu dieser Zeit meist nur ca. 15 bis 25 Minuten (und nicht, weil wir so wenig Songs hatten). Einer sagte mal FuzzBeer würden klingen wie „Motörhead auf Speed“ was ich als Kompliment sah. Es war so ne Mischung aus Punk, Hardcore und Rock’n’Roll, die mir sehr gefiel und die auch Spaß machte zu spielen. Zeke waren zu der Zeit ein oft genannter Vergleich. Aber auch Gilbert warf schließlich das Handtuch, da her nach Heidelberg oder so zog um dort zu studieren. Scheiß Studenten immer…

Die Drums wurden dann von Daniel übernommen, der, obwohl noch relativ jung, ein Schlagzeug-Naturtalent war (und ist). Nicht selten versuchten andere Bands ihn uns abzuwerben. Ihre Überreste wurden nie gefunden – Dank Kaisernatron! Gleichzeitig zogen wir auch in den Proberaum von Daniels anderer Band (WTF) in Hoopte bei Winsen (Luhe) ein, welchen wir uns später mit Al Cheapo und Between Love and Madness teilten. FuzzBeer – Hoopte Punkrock. Rob und Daniel hatten sich auf jeden Fall gefunden. Die zwei waren echt groß darin sich gegenseitig zu den merkwürdigsten Sachen anzustacheln. Sich am Neujahrsmorgen die Gesichter voll Pimmel zu bemalen und dann gegenseitig den blanken Hintern mit Skateboards zu ver-dreschen gehörte da noch zu den harmlosen Sachen. Ich hatte auf alle Fälle meistens was zu lachen, wenn ich mit den Jungs unterwegs war. Es sei den ich war der Fahrer und musste alle einsammeln… Obwohl Daniel technisch um einiges besser war als Gilbert, wurden die Songs nicht langsamer. Nur nicht mehr ganz so dreckig. 2006 (oder so) kamen wir zu Wanker Records und machten mit Nick auch eine Kurztour, wo er uns das Bier wegtrank und versprach eine FuzzBeer /Voodoo Glow Skulls Split rauszubringen. Manchmal drohte er auch, wenn wir Scheiße bauen, würde es nur eine Split mit den Flippers geben. Das mit den VGS war für mich ein weiterer Traum, da ich diese Band abgrundtief liebe!

Im unvollendeten Tourtagebuch vom Gig im G16 in Leipzig hieß es übrigens:

„Nicht sehr lange nach dem Gig zog ich mich dann auf irgendeine Matte zurück, während sich der Rest der Band noch etwas weiter in die hiesige Pflanzenkunde einweisen ließ. Ich fand sie am nächsten Morgen in einer, aus Decken und Tischen selbstgebauten Höhle nahe der Bühne. Die kurz darauf folgende Rückfahrt mit vorhergehender Verabschiedung und CD-Tausch mit den Ungarn, wäre dann wohl nicht besonders ereignisreich geworden, wenn Benno nicht so mega-stinkende Blähungen gehabt hätte (Scheiß Vegie-Burger). Der Geruch ist mir immer noch in der Nase. Zu seinen Opfern gehörten auch zwei Tramper die uns schon nach ca. fünf Kilometern wieder fluchtartig verließen. Unmöglich.“

Langsam ging aber die Musikrichtung immer weiter in die Melody-Hardcore Ecke, was durch den weiteren Neuzugang Benno noch verstärkt wurde. Für mich wurde das immer schwieriger da am Bass mitzuhalten, da ich mit drei ziemlich guten Musikern zusammen spielte. Auch war ich eigentlich in der HC-Punk’n’Roll Schiene ganz glücklich gewesen, die nun immer mehr aus unseren Songs verschwand. Wir nahmen wieder auf, wobei Rob neben der Gitarre auch den Bass einspielte. Mir war eigentlich vor allem wichtig Konzerte zu machen und ein bisschen rum zu kommen. Nicht wichtig war mir dafür am Bass zu üben, alleine zu Hause, weswegen ich halt auch langsam auf der Strecke blieb. Das frustrierte nicht nur mich, sondern sicherlich auch die anderen, vor allem Rob. Eines Tages bekamen wir uns deswegen und anderen Gründen auch in die Haare und woraufhin ich Ende 2007 nach nunmehr 9 Jahren FuzzBeer verließ.
 

“FuzzBeer kicks motherfucking Ass – Fuck You!”

 
Rob und ich vertrugen uns später wieder, zum Glück. Außerdem fand sich in Eddie (auch bei Caleya) ein mehr als würdiger Nachfolger am Bass. FuzzBeer erspielten sich noch bis zur Auflösung im Jahr darauf (und nur etwa einen Monat vor dem 1-Jährigen) einen guten Namen in Sachen Melody-Core. Nur aus der Split mit VGS wurde nichts mehr… Schade.

Wie bei jeder Band gab es auch bei FuzzBeer unendlich viele „lustige Anekdoten“, teilweise musste ich bei meinem Leben schwören, dass sie nie den Tourbus/Proberaum/Backstage verlassen. Aber einige kann man ruhig erzählen:

Zu betrunken um noch irgendwohin zu fahren hatten Nilz, Robert und ich nach einem Konzert in Ashausen irgendwo mitten im Dorf im Auto gepennt. Rob schnarchte so was von laut, dass ich mich irgendwann mitten in der Nacht aus dem Auto fallen ließ und direkt neben dem Wagen auf dem Bürgersteig gepennt hatte. Das erste was ich sah als ich erwachte, waren die Schnauze von nem Terrier und der empörte, ja angeekelte, Blick seines Herrchens. Im Nachhinein hatte ich aber noch mal Glück gehabt. Nilz hatte in der Nacht nämlich einfach mal aus dem Auto gekotzt – aber auf der anderen Seite.

Beim G8-Gute Nacht Camp 2007 sollten wir vor ca. 15.000 Leuten spielen. Wie zu erwarten platzen wir fast vor Vorfreude, die aber schnell verging, als wir auf dem Camp-Gelände eintrafen. Der Platz, welcher etwa so groß war wie sechs Fußballfelder, lag viel zu weit weg von Heiligendamm, deswegen war alles was dort drauf stand eine kleine Bühne auf der einen und ca. 20 Zelte auf der anderen Seite. Nach dem trotzdem lustigen Gig (vor ca. 15 Leuten) gab’s für uns erstmal Frustsaufen mit anschließendem verplant herumrennen. Irgendwann kam der ziemlich betrunkene Daniel an, der schon seit einiger Zeit vermisst wurde. Er war von oben bis unten mit Absperrband umwickelt und konnte sich weder selbst befreien, noch richtig atmen. Ich erlöste ihn schließlich von seinem Leid, woraufhin er wieder verschwand. Später wurden wir verdächtigt einige Feuerlöscher vom Festivalgelände geklaut zu haben, aber sie konnten es uns nicht nachweisen.

Nach einem ziemlich coolen und gut besuchten Gig im AZ Dorftrottel in Waldkirchen mit Rawside, kam Henne (Rawside) an und hielt mir ein paar größere Geldscheine hin. Ich dachte so, was will der den jetzt? Ich mach schließlich nicht alles für Geld, schon aus Prinzip. „Hier, euer Anteil.“ sacht er. Normalerweise gab’s für uns neben Bandbier und’n Zwacken Sprittgeld höchstens mal einen freundlichen Arschtritt für uns, weswegen ich zunächst erstmal vor Schreck abwehrend die Hände hob und rief: „Nee, Quatsch! Das will ich nicht!“. Zum Glück gab Henne nicht so schnell auf und drückte mir die 350 Kröten einfach in die Hand. Die darauf-folgenden Monate lebten wir in Saus und Braus!

Da Gilberts Vater in der Textil-Branche tätig war, lag es nahe über ihn an unsere ersten Band-Shirts zu gelangen. Wir hatten ein Super Logo gemalt bekommen und gaben diesem dem Vater mit. Von da an war die ganze Geschichte ein einziges Chaos, das sich über ein Jahr lang hinzog. Irgendwie wurde das Logo einige Male zwischen Deutschland, China und sonst wo hin und her geschickt, ging auch mal verloren und tauchte wieder auf. Jedes Mal gab es eine neue Ausrede. Zuletzt kam dann aber doch ein bedrucktes Test-Exemplar bei uns an. Es war spiegel-verkehrt gedruckt weil die Chinesen die Schrift nicht lesen konnten… Wir gaben die Idee schließlich auf.

Während die anderen ständig neue, bessere Instrumente anschleppten, war ich immer sehr zufrieden mit dem alten Bass welchen ich damals von meinem Herrn Papa abgestaubt hatte (im wahrsten Sinne des Wortes). Und da Bass-Saiten nicht so schnell reißen, sah ich auch keinen Grund sie öfter als alle paar Jahre mal zu wechseln. Durch das ganze Rumgespringe waren bald die Schrauben des Basses mehrfach rausgebrochen und durch größere ersetzt worden und auch die Kontakte waren nicht mehr das was sie mal waren. Das wirkte sich natürlich auch auf den Sound aus. Irgendwann kamen dann Rob und Daniel und legten mir nahe, doch mal den Bass von Rob zu benutzen. Es waren zwar keine Knüppel (mit Nägeln drin) im Spiel, aber ihr Tonfall war schon sehr endgültig und drohend. Im Nach-hinein war es aber ne gute Sache – Das ständige, laute Gerausche zwischen den Songs war mir langsam auch schon auf die Nerven gegangen.

Auf unserer Tour 2007 hatte ich nach einem Gig in Siegen die dankbare Aufgabe unseren Tourbus zum Wanker-Hauptquartier in Marburg zu steuern. Daniel hatte an dem Abend schon so manches Bierchen gezischt und dementsprechend schlecht ging es ihm. Irgendwann kotzte er uns den halben Tourbus voll. Danach war die Stimmung schon mal ziemlich weit unten. Als wir aber endlich in Marburg ankamen packte ich zunächst meinen Rucksack aus und säuberte ihn erstmal von Daniels kleinem Geschenk. Ich ließ ihn dann da stehen und widmete mich etwas anderen, als ich es plötzlich plätschern hörte. Voll dunkler Vorahnung drehte ich mich um und da stand Daniel in der Tür vom Bus und pinkelte erstmal fröhlich direkt auf meinen Rucksack! Alter Schwede war ich sauer!

Auf unserer Website gab es lange Zeit eine Auszeichnung für besondere Menschen unserer Bekanntschaft: Den Idiot des Monats. In unregelmäßigen Abständen wurde jeder, der irgendwie geeignet erschien auf diese spezielle Weise geehrt, zuletzt auch ein gewisser Alex aus S. (Name geändert). Aus unbekannten Gründen schlief das Ding dann ein und so kam es dass dieser Alex aus S. etwa vier oder fünf Monate lang auf der Seite stand. Eines Tages, ich war grade mit professionellen Faulenzen beschäftigt, klingelte das Telefon. Am anderen Ende war Axel aus Salzh… ach Mist! Ich meine Alex aus S. und das erste was er sagte war: „Nimmst du die Scheiße von eurer Seite oder muss ich meinen Anwalt einschalten?“ Das hat mir den ganzen Nachmittag inklusive Frühstück ruiniert.

Rob spielt heute Gitarre bei Holly Would Surrender. Weitere Bands waren unter anderem Puke Attack, Al Cheapo (RIP) und Goodbye Jersey.
Bei Daniel bin ich mir gar nicht sicher wo er grade spielt. Mal hier mal da. Früher mal waren es z.B. Between Love and Madness (RIP) und Light your Anchor.
Benno ist zusammen mit Eddie noch bei Betty Oetker und war früher ebenfalls mit BLAM unterwegs.
Nilz und ich spielen in keiner Band mehr, was Markrolf und Simon machen will ich gar nicht so genau wissen und Odo hab ich komplett aus den Augen verloren.

Dieser Beitrag erschien in Akrox Nummer 7, welche immer noch erhältlich ist. Einfach mal nen Blick in den Shop werfen!

Kommentare | Kategorie: Artikel, Reportagen

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