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Alleiner Threat #2

Up the bike punx!“ Mal sehen, was hat Punk mit Fahrrädern zu tun? Ich schätze mal das kommt auf das Fahrrad an. Oder auf den Punk. Beides kann sowohl drahtig als auch regelwidrig sein. Sowohl bunt, als auch kaputt. Punk zu sein, heißt für viele frei zu sein und auch das Fahrradfahren kann das bedeuten. Ha! D.I.Y. ist das Stichwort! Selber machen, selber strampeln. Aus eigener Kraft vorwärtskommen. Mich hat mein Fahrrad vor einigen Jahren in 12 Tagen die 1253,32 Kilometer von Hamburg nach Salzburg in Österreich getragen. Ich war der einzige unserer Gruppe der mit nem Mountainbike fuhr, was bedeutet, dass meine Reifen etwa doppelt so breit waren, wie die der Tourenräder meiner Kumpane. In den Bergen hab ich sie abgehängt, den Rest der Zeit bin ich hinterher gehechelt. Nach der Tour hab ich das Rad für ca. 3 Monate nicht mehr angesehen. Es bleiben dann meistens aber doch nur die guten Erinnerungen hängen, von daher konnte ich mich mit dem Gefährt wieder versöhnen. Es gibt viele Geschichten die mit Fahrrädern zu tun haben und Mika & Co haben ihre in diesem Heft aufgeschrieben. Man spürt, dass das Bike für ihn nicht nur ein billiges Fortbewegungsmittel darstellt, sondern einen Weg die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Vielleicht kommt dieses Gefühl auch auf, weil das Alleiner Threat sich (fast) ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Es beschreibt einseitig eine Welt in der Autos unnötig werden, wo internationale und -kulturelle Freundschaften durch die zweirädrige Gemeinsamkeit entstehen und in der die unterste Hölle für Fahrraddiebe reserviert ist. Wie war das noch? Wenn man zu Fuß geht, nerven einen die Fahrradfahrer, wenn man Fahrrad fährt, nerven einen die Fußgänger und wenn man Auto fährt, dann nervt man alle.

Alleiner Threat #2
Alleiner Threat #2

Um nochmal auf das Heft zurück zu kommen: Das Alleiner Threat 2 ist teils auf Englisch, teils auf Deutsch geschrieben und hat mein neues Lieblings Format. Schön DinA6. Passt in jede Hosentasche und ist so immer griffbereit. Stilecht geschnitten mit Ecken zum abnagen, hehe. Ich kann mir schon vorstellen, dass es schwierig ist, hier Layout-technisch das richtig hin zu bekommen. Ein paar Texte sind leider abgeschnitten, ist aber nicht so wild. Bleibt alles relativ verständlich und durch die gut gewählte Schriftgröße leicht zu lesen. Das gleiche gilt auch für den Schreibstil. Sowohl Mika als auch die Gastschreiber haben das Schreiben im Blut und die Leserlein freuts. Ich bekomm dabei direkt Lust auch mal ein Heft über ein bestimmtes Thema zu machen. Vielleicht über Frisuren, oder Schuhe. Hat ja auch irgendwie was mit Punk zu tun. Mal schauen. Sehr gute Fanzine. Sei jeder/m empfohlen.

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