No Spirit #1

Hui, was finde ich da in Uga!-Thommys Kasedden-Kiste? Ein neues Fanzine aus Hamburg. Naja, neu war es mal. Mittlerweile gibt es schon die Ausgabe 2 ½ , auch wenn ich die anderen Nummern noch nirgendwo entdecken konnte. Aber die #1.

Mir fällt sofort das relativ einfache, aber wunderschöne Layout auf. Das erinnert mich stark an die alten Ami-Zines, die hier noch rumfliegen. Diese Mischung aus Inhalten (also Interviews, Berichten) und ganzseitigen Bildern. Das hat irgendwie immer so etwas Geheimnisvolles. Inhaltlich startet das Heft nach einem übersichtlichen Vorwort, erst mal mit einem Gastbeitrag, der streckenweise ziemlich verschwörungstheoretisch wirkt. Es geht darum, dass nach Meinung der schreibenden Person in letzter Zeit zumeist deutsche Bands abgefeiert werden und über neue, internationale Bands nur noch selten berichtet wird. Es scheint sich ein wahrer, so geht’s weiter, Abschottungstrent zu entwickeln, was den/die Schreiberin mit Sorge erfüllt. Naja. Klingt alles ein wenig paranoid. Es gibt halt immer wieder so Phasen im Punk (und allem anderen), wo bestimmte Arten von Musik/Einstellungen mehr im Fokus stehen als andere. Das kommt und das geht.

Weiter geht’s auch im Heft und zwar unter Anderem mit einem netten und ausführlichen Kopenhagen-Reisebericht, vier knackingen Interviews mit Bands von denen ich bisher noch nichts gehört hatte (Pessimistic Lines, Agent Attitude, Catholic Guild und Hard Luck) und einem einfach leckeren und so schnellem Rezept, welches wegen eines Lesefehlers meinerseits („Gekackte Schokolade“), ein bisschen wie Dr. B. Knackt‘s Kackeloni schmeckt. Dazu kommen noch ein paar Seiten mit interessanten Collagen, die diese schöne Debut-Nummer komplettieren.
Kontakt: nospiritfanzine.blogspot.de

Kommentare | Kategorie: Print, Reviews

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