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Plastic Bomb #82

Da die Plastic Bomb anläßlich ihres 20ten Geburtstags dazu aufrief ihnen mal zu schreiben, wie mensch die Bombe kennengelernt hat usw, schrieb ich folgenden Text und vergaß dann ihn zu senden:

„Das es das Plastic Bomb gibt weiß ich seit ca. 1998, weil ich es bei einem Kumpel gesehen hatte. Nun gab es aber bei uns auf dem Dorf irgendwo in der Lüneburger Heide keine Möglichkeit die Bombe zu bekommen und so blieb das Heft für mich zunächst einfach ein weiteres Mysterium im großen, (für mich noch) „neuen“ Ding Namens Punk. Trotz der Nähe zu Hamburg, hätte man viele von uns und unsere Vorstellung von Punk auch in die 80er setzen können. Jede von uns Zecken hatte eine eigene Vorstellung davon und vieles war eher provisorisch. Als ich dann eines Tages meine erste Plastic Bomb erstand, war das erstmal ein Gefühl von: „Jetzt lass ich mir erstmal von Leuten die sich auskennen erklären wie das mit dem Punkrock läuft“. Zum Glück kam ich schnell dahinter dass die Leute, die das Zine machten, auch keine Punkrock-Götter waren, und fand dann in den Schreiberinnen und Schreibern einfach Menschen die ähnlich dachten wie ich und an deren Leben ich ein bisschen teilhaben konnte. Paralel dazu begann ich dann auch irgendwann mit meinem eigenen Fanzine und wußte es immer mehr zu schätzen was sich die Leute von der Bombe da alle drei Monate an Arbeit machten um den Pöbel zu erfreuen (oder auch nicht).

Plastic Bomb #82
Plastic Bomb #82

Mitlerweile wird noch immer jede Ausgabe verschlungen, auch wenn mir so mancher Artikel und die meisten Platten-Reviews auch mal am Arsch vorbei geht. Die Vorwörter sind merkwürdiger Weise oft richtig gut, oder sie wirken, als wenn die Leute sich nochmal in letzter Minute was aus der Nase ziehen. Auf die Partyberichterstattungen kann gerne verzichtet werden.“

Dann nochmal schnell zur Ausgabe: Die Interviews mit Jacho und Archie von der Terrorgruppe, Tocotronic, Real McKenziez und vor allem dem Trust und die „wunderbare Welt der Propaganda“ sind meine persöhnlichen Höhepunkte dieser Ausgabe, dicht gefolgt vom Interview mit den Kaput Krauts und dem 2. Teil von Tin Can Army. Recht mittelmäßig finde ich den Bericht über Punk in Myanmar und das Interview mit der Metalband Kreator hab ich mir aufgrund von akutem Musikfaschismus gespart. Was richtig negativ auffällt diese Ausgabe ist dieser Unsinn mit dem „Interview ist zu lang, deswegen den Rest auf der Homepage, blablablub“! Das nervt tierisch. Vor allem beim Trust-Interview hatte ich schon gar kein Bock mehr weiter zu lesen. Ansonsten eine insgesamt gelungene Ausgabe. Kontakt: plastic-bomb.de

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