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Rantanplan – Unleashed

An einem Freitag im Sommer machte ich mich am späten Nachmittag auf zum Move your Ass Festival in Schneverdingen. Dort angekommen wurder erstmal schnell das Zelt aufgebaut und ab gings zur Bühne, denn dort bereitete sich bereits die letzte Band des Tages auf ihren Gig vor: Rantanplan. Weil Trompeter Ulf auch bei Goodbye Jersey spielt und weil ich die Jungs ganz gerne mag, bot ich an den Merchstand heute zu machen. 10 Minuten später begann das Konzert und ich hatte den besten Platz, weil ich alles sehen konnte, dabei von einigen betrunkenden Festivalbesuchern gut unterhalten wurde und weil es schon bald einige dicke Regenschauer gab, von denen ich unter meinem Pavilion gut geschützt war.

Naja, lange Rede… Als dank für meine guten Dienste gab’s ne CD geschenkt und zwar eben diese hier. Sie ist schon ein wenig älter, von 2010, und ich muss auch gestehen, dass Unleashed das erste Album der Hamburger Ska-Punk-Legende Rantanplan ist, um das ich meine dreckigen Griffel schließen konnte. Trotzdem bin ich mit älteren Werken der Band relativ gut vertraut. Ich meine es ist ja Dank dem gut erkennbaren Gesang von Sänger Torben Meißner immer leicht zu erkennen, welche Band da grade läuft. Was das angeht gilt die Devise: Kennst du einen, kennst du alle. Bisher zumindest.

Naja, zunächstmal haut mich Unleashed nicht grade vom Hocker. Die ersten paar Songs gehen mir größtenteils erstmal direkt am Arsch vorbei. Erst bei bei Nummero sechs, Tu Es, nimmt die Geschwindigkeit etwas zu, was ich sehr löblich finde. Gleich den nächsten Song, namens St. Pauli Perle, kannte ich sogar schon von dem passenden Video (Leider diesesmal ohne die Money-Boy-Swag-Einlage).

Weiter gehts im Programm mit einigen, meiner Meinung nach, typischen Rantanplan-Ska-Punk Songs, die mich wieder aufatmen lassen. Was mir aber auch auffällt, ist das viele Texte irgendwie zusammengebastelt und wirr wirken. Vor allem bei Hüftschwung gegens System hab ich nach dem hören, keine Ahnung worum es eigentlich ging, so richtig, also… Allerdings bin ich nicht so der große Texte-Analysier-Schlumpf, meistens muss ich mir nen Song relativ oft anhören das was bei mir ankommt. Bei Rantanplans Unleashed wird das aber, sorry Jungs, vermutlich nicht passieren, außer bei den folgenden Anspieltipps: Mülleimermann, Gewalt & Geld, Brief Coda (Dirty Word Damals) und Comandante.

(2010/CD) 19 Tracks | Hamburg Allstyles / Tapete / Indigo

Webscheiß:
Homepage: rantanplan-sucks.de

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Veröffentlicht in Reviews Tonträger