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No Talent Necessary – Forced to Lactate

Auf diese Scheibe kam nur das Beste, was das Liedgut der Münsteraner Band zu bieten hat. Um diesen hohen Anspruch zu gewährleisten mussten die Songs ein knallhartes Auswahlverfahren über sich ergehen lassen. So wurde, wie es heißt, extra zu diesem Zweck eine zwei-Wochen-Tour durch Polen und die Ukraine veranstaltet wo vor begeistertem Publikum das Material getestet wurde. Was das nun bedeutet zeigt nach Angaben der Band schon das Cover welches von Jochen Mönig (Punk Chartbuster 4) höchst  persönlich gestaltet wurde. „Da bin ich ja mal gespannt!“ sagte ich mir also und legte voll ungezügelter Ungeduld die Scheibe ein.

Was sich mir nun bot war schön abwechslungsreicher Punkrock amerikanischer Art und Weise. Wem das noch nichts sagt, dem will ich gleich noch mal einen kleinen Vergleich liefern: So erinnert mich die Band stark an „bekanntere“ Combos wie Belvedere oder Satanic Surfers. Obwohl bei dem Song Time gone by  wohl auch Elvis seine fettigen Finger mit im Spiel gehabt haben könnte. Im Großen und Ganzen geht Forced to Lactate ganz ordentlich ab. Für mich persönlich ist Track 5 (Live Sux) das absolute Sahnehäubchen (!). 40 Sekunden reichen nun wirklich für ein gutes Lied. Und der besondere Clou ist zudem daran, dass der nun folgende Übergang sehr geschickt verwoben gar nicht bemerkt wird (außer von einem so schlauen Fuchs wie mir…hähä!). Sehr gut!

Verabschieden tun sich No Talent Necessary mit einem netten Hidden-Track (nennt man das so?) und ich mit einem erhobenem Daumen

(2004/CD) 6 Tracks + 1

Veröffentlicht in Reviews Tonträger