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The Busters – Evolution Pop

Die mittlerweile 13. Veröffentlichung des dreckigen Duzens und gleichzeitig die erste Scheibe die ihren Weg in meine schmierigen Hände fand. Bisher waren „The Busters“ für mich irgendwie immer eine Band die, mit den „Skatoons“ und „No Respect“, als (mein) Synonym für den deutschen Ska stand. Warum weiß ich auch nicht mehr. Zumindest jetzt, nachdem ich die Platte einige Male gehört habe. Denn: Zunächstmal singen die „The Busters“ ausschließlich in Englisch und zum überzunächstmal werd ich irgendwie das Gefühl nicht los, dass der Titel der CD mehr über den Inhalt aussagt als zunächst angenommen. Nun, vermutlich sind da noch so manche hinterlistigen Textpassagen, welche dem Ganzen eine gute Priese Ironie verabreichen (ich hoffe es inständig!), doch wird mir dieser Scherz wohl auf ewig verschlossen bleiben, da ich einfach nicht gut genug Englischkenntnisse mein Eigen nenne um mich problemlos durch CD-Booklets zu arbeiten. Ja, so ist das eben. Musikalisch-Technisch gesehen, gibt es aber so nichts an der Scheibe auszusetzen. Astreiner Sound, schöne Melodien und der Gesang – wie von Engeln (nach einer ordentlich durchzechten Nacht – Zumindest im Song „Whiskey’ til i drop“, wo auch der alte Western-Kuhtreter Chuck Waggon seine Finger im Spiel hatte!). Produziert wurde der Lachs übrigens vom Ärzte-Produzenten Herrn Hoffmann höchst selbst. Und wo der Produzent mitmacht, ist auch der Sänger nicht fern. Von dem was der werte Herr Urlaub da gezaubert hat kann man sich bei den Songs „Far Away“ und „2 million Ways“ überzeugen lassen. Nun, zumindest wenn man will. Ja, und so laufen die Lieder eines nach dem anderen in mein linkes Ohr rein und zum rechten gleich wieder raus, bis dann der Song Numero 13 den imaginären Startschuss für den Old-School-Ska-Wettlauf zu geben scheint. Der geht dann bis zum (vorläufigen) Ende von „Take your soul back home“ (15.) ganz gut rein und endet mit dem Anfang vom sehr merkwürdigen HiddenTrack. Alles in Allem keine CD die ich mir öfter als nötig anhören möchte (gutes Beispiel für schlechten Geschmack: Die ebenfalls als –gelungenes (Doppelmoral!?!)- Video vorhandene Singelauskopplung „Radio Smash Hit“). Das alle Songs auch noch als Mp3’s abrufbar sind und der o.g. Song außerdem als Video dabei ist, gibt dann schließlich doch noch ein, zwei Bonuspunkte.

(Ska Revolution Rec./CD/2005)

Veröffentlicht in Reviews Tonträger